Oh weh, auch das noch…

Ich sitze auf dem Sofa, mir ist kalt, die Nebenhöhlen und die Nase sind zu. Meine Ohren schmerzen. Mein Kopf brummt.

Zu husten beginne zu allem Überfluss auch noch. Ständig muss ich niesen.

Das ist wirklich dumm gelaufen.

Doch was ist passiert?

In der Silvesternacht fiel die Heizung in unserem Haus aus.

 

Wer schon mal versucht hat, in der Silvesternacht einen Installateur zu bekommen, der weiß – es ist unmöglich. Wir müssen also ausharren bis zum neuen Jahr.

Zum Glück habe ich vor den Feiertagen noch schnell Holz für den Kamin besorgt. Vor dem Schlafengehen wird der nochmal angefeuert.

 

Ich nehme eine zusätzliche Decke mit ins Bett.

Ich schlafe gut.

Die Temperatur empfinde ich als kalt, aber noch im Rahmen des aushaltbaren.

 

Am nächsten Morgen lüfte ich das Haus. Schließlich benötigen wir frischen Sauerstoff. Das Problem ist nur, dass das Haus weiter auskühlt.

Am zweiten Tag ohne Heizung finde ich die Temperatur trotz des kuscheligen Kaminfeuers eindeutig viel zu kalt.

 

In der zweiten kalten Nacht ziehe ich mich zum Schlafengehen an wie für einen Winterspaziergang. Zusätzlich gehe ich mit drei Decken ins Bett.

 

In dieser Nacht schlafe ich kaum, es ist einfach zu kalt.

 

Um 5 Uhr morgens reicht es mir und ich verlasse fluchtartig mein Bett. Ich benötige etwas Warmes.

Ich koche Tee und schüre ein neues Feuer im Kamin. Mir ist kalt. Immerhin kann ich heute die Handwerker anrufen.

Ein paar Stunden später habe ich zwar telefoniert, aber immer noch kein warmes Haus. Viele Betriebe sind im Urlaub, und die restlichen haben viel zu tun. Man werde sich bei mir melden, tröstet mich die Frau am Telefon, sobald jemand Zeit für meine Heizung hätte.

 

Ich gehe ins Fitness-Center, um einmal wieder richtig warm zu werden. Nach dem Training fühle ich mich leider überhaupt nicht gut. Im Gegenteil, ich fühle mich eher, als wäre eine Grippe im Anmarsch.

 

Das neue Jahr fängt ja richtig gut an.

 

Ich habe nach den Feiertagen wieder voll durchstarten wollen, mich voll Energie meinen Projekten widmen wollen. Aber jetzt werde ich zehn Tage auf dem Sofa sitzen und meine Schniefnase betreuen.

 

Immerhin kommt am gleichen Tag noch der Installateur, und bald ist es wieder warm. Nur das Kratzen im Hals bleibt.

 

Meine schönen, nagelneuen guten Vorsätze für das neue Jahr! Die werde ich verschieben müssen.

Kann man halt nichts machen, denke ich. Es folgen weitere destruktive Gedanken:

Eine höhere Macht will verhindern, dass ich an der Verwirklichung meiner Ziele arbeite. Es soll eben nicht sein.

Vielleicht sollte ich doch nicht so viel arbeiten.

 

Ich jammere!

 

Nach einer längeren Zeit des Grübelns und des Selbstmitleids besinne ich mich wieder auf meine Professionalität.

Mir ist deutlich bewusst, wie sehr meine Gedanken, mein Körper und mein zielstrebiges Arbeiten an meinen Zielen miteinander verknüpft sind.

Ich will meine guten Vorsätze in die Tat umsetzen.

Bin ich wirklich so krank?

Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin – nein. Die Nase läuft, der Hals kratzt ein bisschen. Aber ich fühle mich nicht fiebrig.

 

Höchstleistungen werde ich vielleicht nicht vollbringen, aber ich kann mein Ziel ja auch mit kleinen Schritten verfolgen.

 

Ich stopfe mich mit stärkenden Vitaminen voll, benutze ätherische Öle, um den Kopf freizubekommen, und beginne, mit mir und mit meiner Psyche zu arbeiten.

 

Ich fokussiere mich auf das, was gut läuft. Gleich fühle ich mich stärker.

 

Die meisten guten Vorsätze, die in der Silvesternacht gefasst werden, sind spätestens Mitte Januar wieder vergessen. Der Alltag kehrt ein. Ein Hindernis taucht auf. Ein Ziel, das Silvester noch erreichbar schien, wird jetzt als zu anstrengend oder gar als nicht realisierbar angesehen.

 

Schade eigentlich!

 

Ich reiße mich zusammen und denke an meine Ziele. Ich muss nicht die Welt umrunden, solange ich angeschlagen bin, aber ich muss mich auch nicht komplett aus dem Spiel nehmen.

 

Vielleicht kennst du die von mir beschriebene Situation. Wie schnell flüchten wir uns in Ausreden, wieso wir unsere Ziele nicht erreichen.

Wie kreativ wir drin sind, Ausflüchte zu erfinden, die uns daran hindern, unsere Ziele zu verfolgen.

Oder schlimmer noch, wir hören ganz auf, uns Ziele zu stecken, weil wir sie sowieso nicht erreichen können – und solange wir so denken, können wir das tatsächlich nicht.

 

Menschen, die so denken, begraben ihre Wünsche und Visionen, ohne es wirklich zu merken.

Was würde geschehen, wenn wir unsere ganze Kreativität und Energie in die Erreichung unserer Ziele stecken würden?

 

Ich glaube, dann kann nichts und niemand uns aufhalten.

 

Mein Tipp für dich: Nimm dich und deine Wünsche, Deine Ziele ernst, auch dann, wenn sie dir nicht in den Schoß fallen.

Sei flexibel mit dem Weg, den du in Richtung deiner Ziele gehst, aber bleibe nicht stehen. Und lass dir selbst gegenüber keine Ausreden gelten.

 

Wäre ich durch meinen frostigen Jahreswechsel ernsthaft krank geworden, hätte ich die Arbeit an meinen Zielen zurückstellen müssen. Ich achte gut auf mich und beute meinen Körper nicht aus, ich erlaube mir aber auch nicht, alle Ziele in den Wind zu schießen, nur weil mir der Hals kratzt.

Denn zu 80 Prozent entscheidet unsere eigene Psyche darüber, ob wir unsere Ziele erreichen oder nicht.

 

Lass dich durch nichts und niemanden aufhalten. Gib die Verantwortung nicht ab.

 

Denn meistens sind es nicht die Umstände, die uns scheitern lassen. Wir sorgen unbewusst selbst für unser Scheitern.

 

Hinzufallen ist erlaubt, wichtig ist nur wieder aufzustehen.

 

Ich wünsche uns von Herzen, dass wir alle unsere Ziele in diesem Jahr erreichen.

Mit diesen Gedanken mache ich mich freudig an die Arbeit.

Falls du dir selbst, bildlich gesprochen, Beinchen stellst, kontaktiere mich. Ich werde dich auf deinem Weg unterstützen.

 

Herzliche Grüße,

Erika Thieme

 

P.S. Ob Du es glauben kannst oder nicht, am Abend war meine Erkältung ganz plötzlich fast verschwunden. 🙂

 

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